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Laufen, 10. Mai 2005
Medienmitteilung
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Das Schweizer Familienunternehmen Ricola baut in Laufen eine neue Bonbonfabrik. Der neue Gebäudekomplex wird einerseits die steigende Nachfrage nach Ricola-Produkten sicherstellen. Andererseits werden mit modernsten Anlagen die nationalen und internationalen Hygienerichtlinien sowie die neuesten Standards hinsichtlich Technologie, Ökologie, Abwasserreinigung und Energieverbrauch erfüllt. Die Produktionsaufnahme im neuen Betrieb „Wahlenstrasse“ ist per Herbst 2006 geplant. Heute war Spatenstich.
„Für uns ist diese Investition Ausdruck des Vertrauens in die Zukunft unseres Unternehmens“, erklärte Felix Richterich, Delegierter des Verwaltungsrates, anlässlich es heutigen Spatenstichs in Laufen. Auf der rund 50’000 Quadratmeter grossen Parzelle an der Wahlenstrasse werden vorerst zwei über eine Passerelle miteinander verbundene Neubauten erstellt. Beide Gebäude sind so konzipiert, dass sie dereinst weiterentwickelt und vergrössert werden können.
Die neuen Gebäude liegen unweit der bisherigen Fabrikation und der Verwaltung an der Baselstrasse. Im kleineren Gebäude befinden sich Empfang, Besprechungsräume, Garderoben mit Nebenräumen, Energie- und Wasserzentrale sowie die Werkstatt. Über die Passerelle im Obergeschoss gelangen Mitarbeiter und Besucher in das Produktionsgebäude. Dieses ist ebenfalls zweistöckig und enthält neben der Kräuteraufbereitung auch die Produktionslinien zur Herstellung von Kräuterbonbons. Im Erdgeschoss befinden sich die An- und Auslieferungsrampen. Verkehrstechnisch wird das Betriebsgelände aus der Wahlenstrasse erschlossen. Beide Bauten sind zusammen mit den PKW- und LKW-Umschlagplätzen eingezäunt.
Ein Neubau drängte sich jetzt auf, weil das Unternehmen ein kontinuierliches Wachstum registrieren kann. Dieses Wachstum erfordert nun grössere Produktions- und Lagerkapazitäten, welche in der bestehenden Fabrik nicht mehr gewährleistet werden können. Zudem muss Ricola jederzeit die international gültigen Produktionsvorschriften für Lebensmittel, sowie teilweise auch pharmazeutische Richtlinien, einhalten. Diese sind in den letzten Jahren derart verschärft worden, dass Ricola trotz den permanenten Erneuerungen im bestehenden Produktionsbetrieb an ihre Grenzen gestossen ist. Mit dem neuen Betrieb „Wahlenstrasse“ wird Ricola die nationalen und internationalen Standards problemlos erfüllen und auch mit künftigen Entwicklungen Schritt halten können. Richterich: „Als Schweizer Familienunternehmen in der dritten Generation wollen wir die Standards eben nicht nur erfüllen, sondern übertreffen.“
Der neue Betrieb ist in die Zonen „Strasse“, „Betrieb“ und „Hygiene“ eingeteilt. Im Produktionsgebäude gelangen Mitarbeiter, Produkte und Materialien über zwei Schleusen in den eigentlichen Hygienebereich. Lüftungstechnisch werden die Druckverhältnisse so geregelt, dass beim Öffnen einer Türe die Luft jeweils von der Hygienezone in die Betriebszone abströmt.
In der Bonbonherstellung kommt den Lüftungsanlagen eine zentrale Stellung zu. Eine der Hauptaufgaben ist die Kühlung der warmen und heissen Produkte. Auch die Luftfeuchtigkeit muss minutiös reguliert werden, da die Kräuterbonbons bei zu hohem Wassergehalt in der Luft klebrig werden. Die dritte Aufgabe ist die Einhaltung der Atemluftqualität für die Mitarbeiter sowie der Lufthygienerichtlinien.
Die Wärmeversorgung erfolgt primär durch die Dampferzeugungsanlage, wobei ein grosser Teil für Lüftung, Gebäudeheizung und Warmwasseraufbereitung mittels Wärmerückgewinnung aus den Brüden (Produktdämpfen) wieder genutzt werden kann. Die Dampferzeugungsanlage wird mit Erd- und Biogas betrieben, wobei letzteres aus der Abwasservorreinigung stammt, also betriebsintern erzeugt wird. Diese nach dem neuesten Stand der Energietechnik konzipierte Wärmeaufbereitung erlaubt eine optimale Nutzung der Energie.
Zur Entwässerung wird die Parzelle neu erschlossen. Geplant ist, eine Schmutzwasserkanalisation in die Wahlenstrasse und eine Regenwasserkanalisation in den Wahlenbach zu verlegen. Die gesamte Entwässerung für das Gebäude und seinen Umschwung ist im Trennsystem vorgesehen. Das belastete Abwasser aus der Produktion wird innerbetrieblich separat gefasst und über eine betriebseigene Abwasservorreinigung in die öffentliche Kanalisation geleitet und anschliessend der ARA zugeführt. Diese Vorreinigung am Entstehungsort entlastet die ARA in Zwingen wesentlich.
Mit der geplanten Produktionsaufnahme des Betriebs „Wahlenstrasse“ im Herbst 2006 beginnen die Sanierungs- und Umbauarbeiten in der bestehenden Fabrik an der Baselstrasse. Für die Gesamtplanung des Neubaus an der Wahlenstrasse und die Sanierungsarbeiten an der Baselstrasse steht der Firma Ricola AG die für Industriebauten im Lebensmittelsektor spezialisierte Firma Kundert Ingenieure AG, Schlieren, zur Seite. Die Firma Estermann AG, Sursee, realisiert das Projekt als Generalunternehmung in Zusammenarbeit mit der Axima AG, Basel, welche für die Haustechnik verantwortlich zeichnet und Zwimpfer Partner als Architekt für die Ausführungsplanung. Vom Generalunternehmer werden Arbeiten auch an örtliche Unternehmen vergeben.
Gemäss CEO Adrian Kohler wurden während der Planungsphase des Betriebs „Wahlenstrasse“ verschiedene Standorte im In- und Ausland geprüft. Mit dem Entscheid für Laufen bekennt sich Ricola zum Standort Schweiz. Ricola betont aber gleichzeitig, dass sie als exportorientiertes Unternehmen auf die guten politischen Rahmenbedingungen angewiesen ist.
Quelle: http://www.messmerpartner.com/de/news
Stand: 31.03.2009