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Basel, 16. Dezember 2005
Medienmitteilung
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Der Gewerbeverband Basel-Stadt tritt per 31. Dezember 2005 aus dem Basler Volkswirtschaftsbund, der Dachorganisation der Basler Wirtschaftsverbände, aus. Die Trennung hat der Vorstand des Basler Volkswirtschaftsbundes an seiner heutigen Sitzung vollzogen. Der Grundsatzentscheid war an einer Vorstandssitzung des Basler Volkswirtschaftsbundes im Dezember vor einem Jahr einvernehmlich gefällt worden. "Der Vorstand ist damals nach eingehender Diskussion zum Schluss gekommen, dass die Verbandslandschaft im Kanton Basel-Stadt neu geordnet werden muss", erklärt Marc Jaquet, Präsident des Basler Volkswirtschaftsbundes.
Der Basler Volkswirtschaftsbund wird künftig die wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen von mehr als 20 Verbänden und ungefähr 350 Firmen vertreten.
"Die Aufgabenteilung zwischen dem Gewerbeverband Basel-Stadt und dem Basler Volkswirtschaftsbund wurde schon in den vergangenen Jahren sukzessive neu geordnet", sagt Marc Jaquet. So seien insbesondere das Aushandeln und der Abschluss des Gesamtarbeitsvertrages für das Ausbaugewerbe sowie des Gesamtarbeitsvertrages für den Basler Detailhandel übernommen worden. Jaquet: "Das machte auch durchaus Sinn, denn die einzelnen Branchen mit ihrem zum Teil sehr unterschiedlichen Profil können damit ihre Verantwortung direkter zum Ausdruck bringen."
Der Basler Volkswirtschaftsbund war 1918 als gemeinsames arbeitgeberpolitisches Sprachrohr der Wirtschaftsverbände der Region gegründet worden. Die Trennung nach fast 90 Jahren gemeinsamer Organisationsstruktur war mit einem erheblichen Aufwand verbunden, weshalb man sich von allem Anfang an genügend Zeit eingeräumt hat. Im Zentrum standen u.a. rechtliche und finanzielle Fragen zur verbandseigenen AHV-Ausgleichskasse.
"Im Zusammenhang mit der sich abzeichnenden Entflechtung hat der Basler Volkswirtschaftsbund die Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber-Verband und mit der Handelskammer intensiviert", erklärt Marc Jaquet. Mit dem Arbeitgeber-Verband Basel wurde bereits im Januar diesen Jahres eine gemeinsame Kommunikationsplattform ins Leben gerufen – arbeitgeberbasel – und aufgrund der räumlichen Nähe mit der Handelskammer beider Basel ist im Mai eine enge Zusammenarbeit im administrativen Bereich vereinbart worden. Der Mitarbeiterstab beim Basler Volkswirtschaftsbund wurde entsprechend von neun Personen auf sieben verkleinert.
"Ich bin davon überzeugt, dass diese Lösung die Interessenvertretung für die Arbeitgeber im Kanton Basel-Stadt stärken wird. Wir haben jetzt eine klar und eindeutig aufs Gewerbe ausgerichtete Organisation und eine zweite, die sich auf die Interessen der Industrie, der Dienstleistungsunternehmungen und der exportierenden Unternehmen fokussiert", sagt Marc Jaquet.
Mit dem Ausscheiden des Gewerbeverbandes Basel-Stadt aus dem Basler Volkswirtschaftsbund wird dessen Vorstand um sieben Mitglieder verkleinert.
Werner Schmid, Präsident des Gewerbeverband Basel-Stadt, kommentiert den Schritt wie folgt:
"Was in jedem Unternehmen selbstverständlich ist, muss heute auch zu den Selbstverständlichkeiten in der Verbandspolitik gehören. Nämlich die dauernde Überprüfung des eigenen Portefeuilles, der Kooperationen und Zusammenarbeit mit Partnern und die Effizienzsteigerung.
Der Gewerbeverband Basel-Stadt hat in den letzten Jahren laufend einen Ausbau seiner Dienstleistungspalette vorgenommen und betreut heute 70 Berufs- und Branchenverbände, ca. 5'000 Firmen und Organisationen mit insgesamt rund 30'000 Mitarbeitenden.
Der Gewerbeverband Basel-Stadt verfügt heute über die Kapazität und Kompetenz, alle Belange des Arbeitsrechtes wie auch des Aushandelns und Abschliessen von GAV’s abzudecken.
Im Gegensatz zu früher gibt es heute gerade in diesem Bereich Nuancen in der Beurteilung der Prioritäten gegenüber den Grossbetreiben, welche bei der Handelskammer beider Basel und dem Basler Volkswirtschaftsbund angeschlossen sind.
Ziel dieses aktuellen Restrukturierungsschrittes ist schlussendlich aus unserer Sicht, dass wir in diesem Bereich flächendeckend pointiert und fokussiert auf KMU-Bedürfnisse arbeiten können und situativ dort mit der Handelskammer, dem Basler Volkswirtschaftsbund und dem Arbeitgeber-Verband Basel zusammenarbeiten, wo Deckungsgleichheit besteht."
Quelle: http://www.messmerpartner.com/de/news
Stand: 31.03.2009