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Riburg, 5. Dezember 2006
Medienmitteilung
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Medienmappe
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Eine Kette gut aufeinander eingespielter Dienstleister sorgt im Winter dafür, dass in der Schweiz immer genügend Auftausalz vorhanden ist: der "Winterdienst Schweiz". Zum „Winterdienst Schweiz" gehören die Schweizer Rheinsalinen, Transportunternehmen und die Werkhöfe von Kantonen und Gemeinden. Vertreter dieser Dienstleister stellten am Dienstag in Riburg, (AG) ihre Arbeit im Rahmen des "Winterdienstes Schweiz" vor.
Damit die Schweizer Strassen im Winter sicher sind, braucht es Salz. Tausende von Tonnen. Der vergangene Winter schlug alle Rekorde. Schnee fiel früh in der Saison und als es im März schon Zeit für mildes Frühlingswetter war, versank das ganze Land nochmals unter einer dicken weissen Decke. Von Tenero bis Delémont, von St. Gallen bis Neuenburg, die ganze Schweiz brauchte Salz – und bekam es auch, zuverlässig.
So selbstverständlich wie die Versorgung in diesem strengen Winter klappte, war das nicht. Dazu war eine gut aufeinander eingespielte Kette von Dienstleistern nötig: der "Winterdienst Schweiz". Was und wer es alles braucht, damit die Strassen auch in Rekordwintern sicher bleiben, zeigten am Dienstag Vertreter des Winterdienstes Schweiz in einer Medienkonferenz im aargauischen Riburg.
"Winterdienst Schweiz", das ist der Name für eine Kette eingespielter Partner, die mit Förderung, Transportieren und Ausbringen von Auftausalz für die Sicherheit der Schweizer Strassen verantwortlich sind. Zum "Winterdienst Schweiz" gehören die Schweizer Rheinsalinen, SBB Cargo, Strassentransportfirmen und die Werkhöfe von Kantonen und Gemeinden.
Um Schneemassen wie jene im vergangenen Winter in den Griff zu bekommen, mussten die Partner des Winterdienstes Schweiz hart anpacken. Rund 300 000 Tonnen Auftausalz haben die Schweizer Rheinsalinen gemäss ihrem Direktor Jürg Lieberherr im letzten Winter ausgeliefert. Das waren drei Mal mehr als in durchschnittlichen Wintern. Bis zu 5000 Tonnen Auftausalz wurden täglich verladen.
Ein zuverlässiger Winterdienst sei angesichts der Mobilität unserer Dienstleistungsgesellschaft und der Wertschöpfung, welcher der Strassenverkehr erbringe, für die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft "von strategischer Bedeutung", erkärte der Direktor der Schweizer Rheinsaline, Jürg Lieberherr. Denn: "Wo der Verkehr kollabiert, kommt die Wirtschaft ins Stottern."
Die Sicherheit der Salzversorgung steht für die Schweizer Rheinsalinen darum im Vordergrund. Seit die Schweizer Rheinsalinen im Mai 2005 den Saldome® in Riburg (AG) in Betrieb genommen haben, hat der Nordwestschweizer Salzproduzent seine zentrale Lagermenge nahezu verdoppelt. 150 000 Tonnen Auftausalz liegen nun für den kommenden Winter bereit, das Eineinhalbfache dessen, was in einem durchschnittlichen Winter verbraucht wird. Allein 80 000 Tonnen davon liegen im Saldome®, der als vollautomatisches zentralgesteuertes System dient, um Auftausalz zu lagern, zu bewirtschaften und zu verladen. Dank dem Saldome® stehe auch für einen Rekordwinter wie den vergangenen immer genügend Auftausalz zur Verfügung, erklärte Lieberherr.
Ein effizientes Transportsystem bringt diese Mengen zuverlässig zu den Werkhöfen. Laut Adrian Keller, Leiter Netz- und Kapazitätsmanagement der SBB Cargo und Hans Fischer, Präsident der Silotransporteure, genügen 80 Silowagen der SBB Cargo und ein schweizweites Netz von gerade mal 15 Strassentransportunternehmen mit insgesamt 50 bis 70 Silowagen, um die Schweiz ohne Unterbruch mit Auftausalz zu versorgen.
Möglich wird diese effiziente Versorgung durch eine enge Zusammenarbeit von Bahn und Strasse und der Schweizer Rheinsalinen. Im Sommer werden die Salzreserven der Werkhöfe in kombiniertem Schiene-Strasse-Transport aufgestockt. Im Winter konzentriert sich SBB Cargo auf den kombinierten Transport in die Bergkantone, während die Flachlandkantone ausschliesslich über Lastwagen mit Auftausalz versorgt werden. Aus diesem Grund ist der Anteil der Bahntransporte im Vergleich zum übrigen Europa einzigartig: fast 40 Prozent des Auftausalzes der Schweizer Rheinsalinen wird per Bahn verschickt.
Eine weitere Stärke des Winterdienstes Schweiz sind die im europäischen Vergleich kurzen Distanzen zwischen Produzent und Abnehmer. In schneereichen Wintern ein entscheidender Vorteil, wie die Zürcher Transportunternehmerin Christina Gautschi an der Medienkonferenz unterstrich: "Je kürzer die Transportwege, desto schneller kann Auftausalz umgesetzt werden. Desto sicherer ist die Versorgung mit Auftausalz auch in Spitzenzeiten."
Quelle: http://www.messmerpartner.com/de/news
Stand: 31.03.2009